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Geschichte der Naturfreunde

120 Jahre voller Highlights. Gegründet wurden die Naturfreunde 1895 in Wien als Touristenverein. Ihre Gründungsväter waren Georg Schmiedl (Lehrer), Josef Rohrauer (Student phil.), Alois Rohrauer (Metallarbeiter) und Karl Renner (damals Student, später Staatskanzler und Bundespräsident Österreichs).

Zum ersten Obmann wurde Alois Rohrauer gewählt. Schon im Zeitalter des beginnenden Tourismus bemühten die Naturfreunde sich, einer breiteren Bevölkerungsschicht naturnahe und kostengünstige Freizeit- und Reiseaktivitäten zu ermöglichen. Die Basis der Naturfreunde sind seit jeher ein freundschaftliches Miteinander - unter Einbindung aller Randgruppen -, attraktive und zeitgemäße Freizeitaktivitäten sowie der schonende Umgang mit der Natur und Umwelt. Die Naturfreunde-Bewegung breitete sich in Österreich und Europa rasch aus. 1905 bildeten sich die ersten Gruppen in Deutschland und in der Schweiz.

1896

Der Wahlspruch der Naturfreunde „Hand in Hand durch Berg und Land“ war rasch gefunden. Das Vereinsabzeichen mit dem Symbol des Handschlags, der für Solidarität steht, und den drei Alpenrosen zeichnet Karl Renner.

1897

Am 15. Juli 1897 erscheint die erste Ausgabe der Vereinszeitschrift „Der Naturfreund“ in einer Auflage von 400 Stück.

1905

  • Gründung der Naturfreunde Internationale
  • Die erste Skischule der Naturfreunde öffnet ihre Pforten, und Tausende Mitglieder lernen auf den Wiesen im Wienerwald die Skitechnik nach Zdarsky.

1906

Die Naturfreunde beginnen einen acht Jahre langen Kampf für das freie Wegerecht im Bergland. Nach dem Ersten Weltkrieg wird in einigen Bundesländern das freie Wegerecht im Bergland gesetzlich verankert, 1975 die freie Begehbarkeit des Waldes. Der Naturfreunde-Gruß "Berg Frei!" spiegelt diesen Erfolg wider.

1907

Eröffnung des ersten Naturfreunde-Hauses auf dem Padasterjoch in den Stubaier Alpen (Tirol), in einer Höhe von 2232 m.

1910

Der „Naturschutz“ wird als Vereinsziel in die Statuten aufgenommen.

1918

Im Ottakringer Arbeiterheim startet eine Vortragsreihe über Touristik - der Beginn der erfolgreichen Wiener Bergsteigerschule.

1926

Mit dem „sozialen Wandern“ entwickeln die Naturfreunde eine neue Praxis, die Freizeit und Erholung mit kritischem Schauen und Lernen verbindet.

1930

Die Naturfreunde organisieren ihre erste Arbeiterexpedition in den Kaukasus.

1934

Die Naturfreunde werden aus politischen Gründen verboten. Das Vermögen der Organisation wird konfisziert, die Häuser werden faschistischen Vereinen übertragen. Viele Mitglieder betätigen sich im antifaschistischen Widerstand.

1945

Wiedergründung der Landesverbände der Naturfreunde

1948

In Großreifling in der Steiermark findet die erste internationale Wildwasserwoche der Naturfreunde statt.

1952

Adolf Schärf eröffnet feierlich das Dr.-Karl-Renner-Haus in Saalbach-Hinterglemm. Die Finanzierung dieses Naturfreunde-Hauses erfolgte mit einem Aufbauschilling aus den Mitgliedsbeiträgen und über eine Schutzhüttenlotterie.

 

1953

Errichtung des Naturfreunde-Feriendorfes „La Mora“ in Calvi auf der Insel Korsika. Der Küchendienst wurde unter den Gästen aufgeteilt: Jede(r) kam zum Kochen und Abwaschen dran. 

1955

In Schladming wird die erste internationale Wintersportwoche durchgeführt, mit der die Naturfreunde Winterurlaub zu sozialen Preisen ermöglichen.

1956

Die Naturfreunde Sepp Larch, Fritz Moravec und Hans Willenpart stehen als erste Menschen auf dem Gipfel des 8035 m hohen Gasherbrums II.

1958

Die Naturfreunde fordern die Errichtung eines Nationalparks in den Hohen Tauern und stellen dafür Grundbesitz im Gebiet des Hohen Sonnblicks zur Verfügung.

1962

Die von Fritz Moravec gegründete Hochgebirgsschule Glockner-Kaprun auf dem Mooserboden wird das erste alpine Ausbildungszentrum der Naturfreunde.

1968

Das von Fritz Moravec entwickelte Konzept der Kinderseilschaften wird erstmals in der Praxis erprobt. Tausende Kinder haben seit damals gelernt, wie man sich in den Bergen sicher verhält.

1980

Die Naturfreunde sammeln 110.000 Unterschriften für die Errichtung des Nationalparks Hohe Tauern. Am Sonnblick in Kolm-Saigurn werden 11 km2 zum Nationalpark-Modellgebiet erklärt. Hier errichten die Naturfreunde Erlebniswanderwege und eine Nationalpark-Informationsstelle in der Zimmererhütte.

1981

Eröffnung des Wildwasserzentrums der Naturfreunde in Wildalpen, eines Kompetenzzentrums für Paddlerinnen und Paddler direkt an der Salza.

1991

Um die Naturfreunde als alpinen Freizeitverein noch besser zu etablieren, wird für den Bergsport das Referat „Team Alpin“ gegründet.

1993

Die Naturfreunde möchten Volksschüler für die Natur begeistern und veranstalten erstmalig ökologische Schulexkursionen zum Thema „Gewässerpatenschaft“ beim Halterbach in Wien. Die Schwerpunkte Naturerfahrung mit allen Sinnen und spielerisches Erforschen der Natur haben sich bis heute bewährt.

 

1995

Unter dem Vorsitz von Dr. Heinz Fischer feiern die Naturfreunde ihr 100-jähriges Bestehen. Das Jubiläum wird mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen sowie einer Expedition auf den höchsten Berg der Welt, den Mount Everest, begangen. Die Naturfreunde werden mit einer Sonderpostmarke ausgezeichnet.

 

1997

Die Naturfreunde errichten die ersten Indoor-Kletterwände und forcieren die Sportkletterbewegung. Mittlerweile betreiben die Naturfreunde über 100 Kletterhallen und -wände in ganz Österreich und sind auf ihr starkes Wettkampfteam stolz.

1999

Um den Funktionärinnen und Funktionären sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Naturfreunde die Möglichkeit der Weiterbildung für ihre Ortsgruppenarbeit zu ermöglichen, wird die Naturfreunde-Akademie gegründet

2002

Start des im Rahmen der Naturfreunde-Kampagne „Grüne Wege in die Zukunft“ groß angelegten Projekts „Kulturweg Alpen“: Der „Kulturweg Alpen“ besteht aus einer Süd- und einer Nordroute, ist rund 1700 km lang und wird in zwei Wanderbüchern detailliert beschrieben.

2005

Nach 33 Jahren legt Bundespräsident Dr. Heinz Fischer seine Funktion als Naturfreunde-Präsident zurück und erhält die Ehrenpräsidentschaft verliehen. Dr. Karl Frais wird auf der Bundeskonferenz in Salzburg zum neuen Vorsitzenden der Naturfreunde gewählt.

Am 17. März 2005 erhalten die Naturfreunde den Jost-Krippendorf-Preis 20014 für soziale und ökologische Nachhaltigkeit im Tourismus.

2006

Mit einem Mega-Event auf der Turracherhöhe feiern die Naturfreunde „100 Jahre Wintersportgeschichte“. Heute wie damals sind die Naturfreunde Österreichs größte Vereinsskischule, die jährlich rund 50.000 Kinder in Skikursen betreut.

Team-Tours, das Outdoor-Reisebüro der Naturfreunde, startet im Winter 2005/2006 mit seinem vielfältigen Angebot. Auf dem Programm stehen u. a. Berg- und Trekkingtouren in Asien, Afrika und Amerika, eine Wüstenreise in Libyen, Paddeln auf dem Yukon sowie spezielle Bergveranstaltungen für Frauen.

 

2007

Das älteste Naturfreunde-Haus am Padasterjoch in Tirol feiert seinen 100. Geburtstag.

2008

Start der Kampagne „Umsteigen vorm Aufsteigen - klima:aktiv die Berge erleben“: Die Naturfreunde Österreich möchten mit diesem Projekt möglichst viele Gäste von Naturfreunde-Hütten dazu motivieren, die Hin- und Rückreise klimaverträglich zu gestalten.

2009

Die neue und von den Naturfreunden entwickelte Methode w3, ein Entscheidungskonzept für risikobewusstes und praxisnahes Handeln in den winterlichen Bergen, wird in den Lawinen- und Skitourenkursen erstmals angewandt und publiziert.

2010

Die Naturfreunde gehen mit dem größten und umfassendsten Tourenportal Österreichs http://www.tourenportal.at online. Das Tourenportal mit rund 4000 geprüften Touren wird auch als App für iPhones und Smartphones mit Android-Betriebssystem angeboten.

2011

Gründung der Team/Alpin/Akademie - einer neuen, optimierten Ausbildungsschiene für die Weiterbildung von Naturfreunde-Instruktorinnen/Instruktoren und Übungsleiterinnen/-leitern.

2012-2014

2012 wird der Alpinkader der Naturfreunde Österreich ins Leben gerufen, in dessen Rahmen junge Topalpinistinnen/-alpinisten drei Jahre lang von Experten gecoacht werden. Sechs Burschen schaffen die Qualifikation und unternehmen im Sommer 2014 gut vorbereitet eine siebenwöchige Abschlussexpedition in der Cordillera Blanca und Cordillera Huayhuash mit großen bergsteigerischen und klettertechnischen Leistungen.

 

2014

Auf der Bundeskonferenz in Pamhagen legt Dr. Karl Frais seine Funktion als Vorsitzender der Naturfreunde, die er zehn Jahre lang ausgeübt hat, zurück. Zu seinem Nachfolger wird Mag. Andreas Schieder einstimmig gewählt. Ehrenvorsitzender Bundespräsident Dr. Heinz Fischer gratuliert herzlich.

 

2017

Im Zuge der Bundeskonferenz in St. Veit an der Glan am 10. Juni 2017 wechselt Reinhard Dayer nach 44 Jahren als Bundesgeschäftsführer in den wohlverdienten Ruhestand.

 

Mag. Günter Abraham übernahm ab Anfang Juli die Geschäftsführerstelle.

 

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